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Nun kommen wir zum angenehmen Teil des Aufenthalts hier in Granada und der ist nicht zu knapp auch wenn er hier vielleicht nicht so lang ausfallen wird denn schließlich müsst ihr ja auch eure eigenen Erfahrungen machen.

Botellon

Wenn ihr schon in Granada gewesen seid oder Leute von hier kennt wird euch dieses Wort sicherlich ein Begriff sein.
„Botellon“ steht in Spanien in letzter Zeit wegen des übermäßigen Alkoholgenusses, Lärms und des Mülls sehr in der Diskussion. Es gibt Gesetzentwürfe, die vorsehen, das Trinken auf der Straße zu verbieten.
Bisher kann ich aber sagen, dass troztdem noch "Botellones" veranstaltet werden, das heißt, man kauft was zu trinken ein (in Spanien trinkt man mehr "copas" also harte Sachen als in Deutschland) und dann trifft man sich auf einem Platz mit einem Haufen anderer Leute und beginnt den Abend dort. Grundsätzlich eine nette Möglichkeit viele Leute zu treffen und eine Art Party für wenig Geld zu feiern. Leider übertreiben es viele und hinterlassen die Strassen wie Müllhalden und besaufen sich derartig, dass sich der Staat mittlerweile mit diesem Problem beschäftigt. Wir werden sehen, wie sich das in Zukunft entwickeln wird.

Kino

Ins Kino gehen ist hier wesentlich billiger als in Deutschland und so haben wir das auch fast alle sehr oft ausgenutzt, obwohl man am Anfang nicht besonders viel versteht (wenn man den normalen Kenntnisstand der spanischen Sprache eines durchschnittlichen Aachener Bauingenieurstudenten zugrunde legt).
Das führt dazu, dass man sich anfangs eher die leichtere Kost gönnt (Action, Komödien, Sex) aber mit der Zeit traut man sich auch an anspruchsvollere Dinge heran.
Ich denke, dass Ihr die Kinos selber finden werdet.
Zwei seien allerdings hier erwähnt, nämlich zum einem das „Granada Diez“, ein altes Theater oder was es auch immer mal gewesen sein mag, in dem Abends Filme in einem unvergleichlichen Ambiente gezeigt werden, um sich danach in eine Edeldisco zu verwandeln und zum anderen die „Cines de Verano“ in der Nähe der „Area de Deportes“. Wie der Name schon sagt, ist dieses Kino nur in der Sommerzeit geöffnet aber dann ist es die Mühe wert, sich auf den Weg zu machen und ein Freiluftkino zu genießen, in dem das Bier 75ptas und der Hamburger (riesig!!!) 350ptas. kosten. Zwischendurch gibt es eine Pause in der man nachholen kann (Ich habe leider noch keine Ahnung, wie sich diese Preise geändert haben).

Bars/Discos

Es gibt in Granada, und das ist in den anderen Städten ähnlich, verschiedene Kategorien von Kneipen, Bars oder wie immer sie heißen.
Man unterscheidet dabei eindeutig nach der Tageszeit. Man glaubt es kaum, aber in diesen Dingen sind die Spanier ziemliche – wie sagen sie zu den Deutschen immer – Quadratschädel.
Man kann „Tostadas“ nur in einer „Cafetería“ morgens essen (bis 12 Uhr) und dann wieder ab 17 Uhr. „Tapas“ gibt’s normalerweise ab 19 Uhr aber auch in einigen Bars Mittags (Tapas gibt es nicht zu allen Getränken! Normalerweise zu Bier, Wein und „refrescos“ (Cola, Fanta etc.). Ab ca. 0 Uhr kann man dann schon mal in eine Bar gehen. Da ist dann alles was teurer aber man kriegt dafür auch nichts zu essen dazu. (Das ist spanische Logik). Für den Fall das einem das zu teuer ist oder es einem keinen Spaß macht, gibt es „botellones“ (siehe oben).
Discos kommen danach dran und man sollte nicht vor 3 Uhr morgens dort auftauchen am besten eher noch später da sonst nichts los ist. Mir haben die Discos hier nicht gefallen, da sie sehr teuer sind, oft schlechte Musik spielen und zu spät aufmachen.

Plätze

Die Plätze in Granada sind unschlagbar und es gibt unendlich viele davon. Man kann sich den ganzen Tag in ein Cafe setzen den Leuten zuschauen oder sich nett unterhalten und das das ganze Jahr über. Es gibt kaum was besseres als sich nach einem guten Essen in eine dieser Lokalitäten zu setzen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen.

Partys

Am Anfang werdet ihr an allen Ecken und Enden Plakate von irgendwelchen Erasmuspartys finden die dann im Endeffekt keine sind. Ich war selber auf zweien dieser Partys und bin schon ein bisschen enttäuscht worden da ich die Partys in Aachen ja kannte. Da es hier keine Wohnheime gibt (jedenfalls nicht so wie in Aachen), finden diese Ereignisse in Bars statt und haben meistens nichts mit Studenten zu tun sondern mit Geld verdienen. Fast jeden Tag veranstaltet eine andere Bar der Strasse „Pedro Antonio“ eine dieser „fiestas“ und sie sind weder von Stundenten organisiert noch sind die Preise die einer Studentenparty. Das Ambiente ist ebenfalls nicht so wie ich es von vielen sehr genialen Feten in Aachen kenne. Deshalb geht lieber auf jedes „Barril“ von dem ihr hört.
Mittlerweile muss ich sagen, geht man auch mehr in der "calle Elvira" aus, wo mir das Ambiente wesentlich besser gefällt.

Barriles

„Barril“ bedeutet Fass und wenn „Barril“ ist, dann wird auch das eine oder andere davon aufgemacht. Normalerweise fangen diese Partys schon Mittags an und dauern auch nur so bis um 8 oder 9 Uhr abends aber sie sind immer sehr lustig, voller netter Sudenten und auch Studentinnen und da das Wetter hier fast immer gut ist, sind sie unschlagbar. Eigentlich alle Fakultäten machen während des ganzen Jahres mehrere dieser „Barriles“ und sie dienen meistens dazu, Geld für die Abschlussfahrt zu sammeln (Jeder Jahrgang macht eine Abschlussstudienfahrt und auch ein Abschlussessen). Falls ihr auch an dieser Reise teilnehmen wollt, geht das normalerweise ohne Probleme. Sie findet normalerweise im März statt und es gibt immer mehrere Gruppen, so dass man sich ein Ziel seiner Wahl aussuchen kann. Während des gesamten ersten halben Jahres wird dann durch verschiedene Partys, „Barriles“ und auch T-Shirt Verkauf Geld gesammelt. Falls ihr also mitfahren wollt, meldet euch einfach an oder fragt in der „Delegación de Alumnos“ nach näheren Informationen.